Anfang März, wenn das erste Grün zu sprießen beginnt, geht es los. Das Wasser aus der vergangenen Badesaison befindet sich über Winter in den Becken, damit das hochdrückende Grundwasser und der Frost keinen Schaden anrichten können. Die Eispuffer, die den Beckenrand vor dem Auffrieren schützen, werden entfernt und für den Herbst eingelagert.


Da der Aufbereitungsteich keinen direkten Abfluss hat, müssen zuerst die Badebecken abgelassen werden. Danach wird das Brackwasser des Klärteichs über diese geleitet. Sowohl das Kiesbecken, als auch das Pflanzbecken des Klärteichs werden von Laub, Algen und Schlamm befreit. Übermäßige Fischbestände müssen abgefischt werden. Da das Wasser der naheliegenden Quelle nitratbelastet ist, wird der Teich mit Leitungswasser befüllt. Die im Kies vorhandene Mikrobiologie verleiht dem sterilen Wasser in einer mehrwöchigen Ruhephase seine reinigende Eigenschaft.
Die Reinigung der Badebecken wird konventionell mit dem Hochdruckreiniger vorgenommen. Die geriffelte Folie des Nichtschwimmerbeckens fordert besondere Aufmerksamkeit, da sich Schmutz und Algen in den Fugen abgesetzt haben. Um die Beckenfolie nicht zu beschädigen muss ein Sicherheitsabstand des Wasserstrahls beachtet werden, was die Arbeit recht mühselig macht. Die Reinigung der Becken nimmt mehre Tage in Anspruch.
Während in der Vergangenheit der Förderverein mehrere Wochenenden mit der Reinigung der Becken beschäftigt war, hat dies dankenswerterweise das Bäderteam der Gemeinde Oberderdingen übernommen. Somit kann sich der Verein auf die Grünpflege konzentrieren.
Nachdem die Badebecken geleert und gereinigt wurden, müssen noch alle Leitungen und Düsen gespült werden. Dann erfolgt auch hier die Befüllung mit sterilem Leitungswasser. Die Umwälzung zwischen Aufbereitungsteich und Badebecken mischt das Wasser. Sauerstoffzufuhr und wärmende Sonnenstrahlen unterstützen die Mikrobiologie, sodass Mitte Mai das Wasser bereit ist für die kommende Badesaison.